2011|04 ROGELIO GONZALEZ HARTMANN – SUPERUNIVERSO – RETROSPECTIVA 1996 – 2011

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EUGEN GOMRINGER

DAS SUPERUNIVERSUM DES KUBANERS ROGELIO GONZALEZ HARTMANN ALS SYNTHESE VON KONSTRUKTIVER KUNST UND RELIGIÖSER VISION

das prägende bild lateinamerikas hat seine wurzeln in der verschmelzung mehrerer kulturen, deren dominante jedoch die christliche religion ist. was für die identität von abendland und western civilisation zur hingenommenen selbstverständlichkeit wurde, ist für lateinamerika – kapitalismus hin oder her – ebenso selbstverständliche lebenswirklichkeit geblieben. die katholische kirche weiß, was sie an lateinamerika hat. und die kunst, die oft als spiegelbild einer gesellschaft bemüht und befragt wird, erteilt auf ihre weise auskunft. lateinamerikanische kunst ließ conquistadores zu jesusknaben im arm der maria werden und hat im zwanzigsten jahrhundert einen wesentlichen beitrag zur kunst der moderne geleistet. die verschmelzung der kulturen und die beim wort genommene christliche erbschaft lässt weiterhin überraschungen erwarten.

das beispiel kuba ist da besonders zu betrachten. seine gegenwärtig eindimensionale politik wird von seinem musikalischen ingenium bei weitem überflügelt und hat dem inselstaat trotz allem die sympathie bewahrt. das revolutionäre netzwerk hat die christliche religion nicht abzutöten vermocht. vielleicht hat sich diese als alles verwebende erbschaft nur noch gefestigt. der kubaner ROGELIO GONZALEZ HARTMANN– der deutsche name seiner mutter sei uns zeichen der kulturellen integration – ist ein künstler von mehrschichtiger geistiger verpflichtung. er stellt an den anfang von biografie und curriculum den namen seiner mutter isabel, die ihn am 29. november 1967 in santiago de cuba geboren hat. astrologisch ist er schütze, was er weiter zur kenntnis gibt. er scheint sich früh für malerei und grafik entschieden zu haben. in deutschland und in österreich ist HARTMANNS werk durch sechs ausstellungen von 1996 bis 2013 bekannt geworden.

in diesen ersten ausstellungen präsentiert HARTMANN sein programm des superuniversums, das als sichtbarer ausdruck seiner geistigen und ästhetischen fundierung das werk bestimmt, das er aber später dem untergang geweiht sieht – nur um es im letzten schöpfungsakt als werk christlicher botschaft endgültig auferstehen zu lassen. die transzendenz aller sich abspielenden vorgänge wäre nicht nachvollziehbar, wäre HARTMANN als kreativer künstler nicht einer formal ästhetischen sprache fähig. vor allem wird in den arbeiten, welche das hauptwerk – die gebilde des superuniversums – teils vorbereiten, teils erklären helfen, ein starker durchgehender ordnungsfaktor ersichtlich. es scheint fast als könnten sie durch ihren klaren geometrischen ausdruck ein eigenständiger programmteil des werkes sein, das heißt ohne die kumulation von formen, farben und die symbolik des superuniversums existieren zu können.

viele ausstellungen konstruktiv-konkreter kunst in europa bieten mit ähnlichen themenstellungen ein rational vergleichbares bild. HARTMANNS kunst könnte, wüsste man nichts von der fortsetzung, von der alles vertiefenden sinngebung, als kubanische variante internationaler konstruktiver kunst betrachtet werden.

es gibt in einer werksübersicht seiner ausstellungen arbeiten, die so konzipiert sind, dass sie jederzeit visionen großzügiger raumprogressionen entstehen lassen. da tritt der ordnungsfaktor besonders in der werkgruppe der linearen konstruktionen hervor. dabei ist linearität nicht ein gestaltungswert an sich, sondern wirksam zur bildung inhärenter farbflächen. HARTMANN zeigt damit, dass die entstehung von farbflächen grundsätzlich nicht willkürlicher subjektiver entscheidung entspringt. der vorgang ist festgelegt durch die rahmenbedingungen des vorgegebenen ordnungsraumes. und dieser raum ist genau definiert, indem er durch zahlenfolge oder durch das alphabet strukturiert wird. je nach tableau reihen sich am rande fortlaufend zahlen oder buchstaben. bilden zum beispiel die zahlen 0-9 das rahmenprogramm, strahlen von jeder zahl 8 strahlen aus zu den übrigen zahlen. sechs der zehn zahlen verbinden sich mit ihren strahlen als teilstrecken des umfangs und unterteilen durch die verbindung mit gegenüberliegenden zahlen das gesamte feld überdies in vier waagerechte zonen. der rahmen des ordnungsfeldes ist demnach nicht nur fixierte begrenzung, sondern er entsteht gleichzeitig durch die strahlenverbindungen des ihm zugeordneten codes. durch die kreuzungen der strahlenbündel aber lassen sich farbige dreiecks- und vierecksformen bestimmen, die sich wiederum intentional aufeinanderbeziehen lassen. ähnlich geht HARTMANN vor, wenn das rahmenprogramm durch das alphabet bestimmt ist. die beispiele der gruppe der linearen- und farbflächen-gestaltungen machen deutlich, welch stringenter geist an ordnung und disziplin am werk ist und sich selbstreferenziell bedingungen stellt.

obgleich das gesamtwerk HARTMANNS über solche quasi autonomen analysen und gestaltungen eines linearen flächenwerks hinaus noch zwei bis drei weitere arbeitsgruppen aufweisen kann, ist deren charakter gegenüber der im mittelpunkt stehenden schöpfung des superuniversums sekundär und funktional. dessen letztendliche erschließung offenbart der künstler in einem credo von 2003, einer persönlichen theognosie von beeindruckender festigkeit. superuniversum bedeutet: über dem weltall stehend. verschmelzung materieller mit spiritueller natur, gott in einer neuen form zu sehen. zwar geht auch HARTMANN davon aus, dass niemand den schöpfer gesehen hat, er ist geist, aber dem künstler zuerkennt er die fähigkeit, ihn als kosmischen kern darzustellen, der auseinander barst und so die entstehung des universums einleitete. vor der letzten, bereits angetönten konsequenz der religiösen transition gilt es nun aber, die gestaltung des superuniversums aufzudecken und seine allgegenwart und vielseitige verwendung zu beobachten.

es heißt dazu in HARTMANNS schrift: es bezieht sich auf eine kompakte kraft oder ein individuum, das alle existierenden qualitäten und eigenschaften in sich konzentriert enthält, alle physikalischen ausdrucksformen, alle gestalten, farben und größen in ihrem makellosen urzustand.

so extrahiert HARTMANN denn in logischer folge aus dem chaos drei grundformen und drei grundfarben. die formen bezeichnet er als konvex, flach und konkav, die farben mit gelb, rot und blau. den farben schreibt er nebst geschlecht noch geschmack, ton und geruch zu. gelb ist demnach männlich, von süßem geschmack, ernstem ton und starkem geruch. blau ist weiblich, mit bitterem geschmack, spitzem ton und sanftem geruch. die farbe rot ist reserviert dem denken und das ist von salzigem geschmack, hat mittleren ton und angenehmen geruch. für die formen wählt er den tetraeder – die pyramide – als geschlossenheit. einer stufenförmigen gestaltung gibt er die qualität offenheit. die qualitäten konvex, konkav und flach gibt er zeichnerisch wieder. der synthese aller dieser formen und farben begegnen wir in HARTMANNS superuniversum. es ist produkt und ziel aller anstrengungen.

wie schon diese skizzenhafte nachzeichnung der genese zeigt, ist das kompakte superuniversum analytisch gestaltet als käme es frisch aus dem bauhaus. es mag überraschen, aus kuba diese streng logische studienform vorgelegt zu bekommen, war man doch gewohnt, aus lateinamerika op art, konkrete kunst und architektur in vitalsten erscheinungen zu begegnen. natürlich geht aus hartmanns theognosie hervor, dass das superuniversum-objekt mehr sein will als ein gegenständliches studienobjekt, mehr als eine hübsche konstruktiv-konvexe kuppel mit konkaver aushöhlung am boden, an dessen existenz im formenschatz man sich leicht gewöhnen könnte. es will monade sein, eine einheit vollständiger existenz, die selbst einen kommenden urknall übersteht. HARTMANN sieht aber trotzdem das superuniversum wiederum nur als bestandteil einer höheren verflechtung – es kann überleben in einer religiösen dekomposition. es ist teil eines ensembles, bestehend aus einem gelben kubus, einer roten fünfflächigen pyramide, einem blauen vierflächigen tetraeder, einem weißen länglichen quader, alle mit grüner bodenfläche. den beiden farben rot und grün gesteht HARTMANN aus visuellen gründen ebenfalls vertrauensaufgaben zu. die religiöse verflechtung aller teile suggeriert die heilige stadt, das neue jerusalem, geschildert in der offenbarung des johannes, das durch die jahrhunderte als archetypischer zeuge konstruktiver sinnsuche verwendet wird. der künstler hat eine genaue vorstellung der heiligen stadt und bildet sie aus großer höhe ab, wobei sie nicht mit der konstruktiven auffassung der übernommenen bibelstelle übereinstimmt, welche sich auf das quadrat bezieht. es heißt, die stadt bilde ein viereck, und ihre länge sei so groß wie ihre breite. HARTMANN sieht sie als rechteck und setzt von außen nach innen zuerst als rahmen die rote mauer, die er wegen der roten farbe zwar ebenfalls als quadrat bezeichnet. nach innen folgt genau nach dem biblischen wortlaut der blaue fluss mit dem wasser des lebens. die stadt selbst ist aus gold. der weiße fels, an dem die stadt festgemacht ist, darf als der thron gottes verstanden werden. wie eine perle schmückt ein superuniversum eine ecke der goldenen stadt. in einer zentralen werkgruppe begegnet man dann der monadenform in eigenständigen konstellationen. ihre anwesenheit ist umfassend. über nicht leicht einzusehende operationen gelingt dem künstler hierauf die höhere verflechtung über die grundformen des superuniversums mit religiösen symbolen. besteht nicht das kreuz, an dem jesus mit nägeln befestigt ist, aus quadraten? sozusagen aus der wiederholten vierung, bekannt aus romanischen grundrissen? ohne seine monade zu verletzen, gelingt eine dekomposition, die den formenschatz und den gebrauch fast unzähliger ableitungen ermöglicht. man möchte deduzieren, dass sich dank konstruktiver vorstellungen ein ring schließt, wenigstens für den fall des künstlers selbst. in seinen privaten aufzeichnungen listet HARTMANN 86 unterschiedliche, jedoch der gleichen konstruktiven formenfamilie zugehörige gebilde auf. und es trifft sich, dass 1986 die jahreszahl ist, die für die schöpfung des superuniversums steht. ein ring mag sich auch in der beziehung schließen, welche die präkolumbianischen kulturen nachweislich durch den gebrauch grundsätzlich gleicher maß- und messeinheiten verband, deren nächste aufgabe sich jedoch als bildung von synthesen mit der christlich-spanischen sendung herausstellte.

HARTMANN hat sich der „aufgabe“, christlicher botschaft auch in konstruktiven formen, über denen sein superuniversum schwebt, gerecht zu werden, mit so gut wie allen berühmten szenen des alten wie des neuen testaments inklusive des abendmahls angenommen. sein neues formenvokabular, gewonnen aus dekompositorischen wandlungen, präsentiert als große fleißleistung die darsteller als geharnischte konstruktivisten wie sie wohl noch keinem anderen künstler so obsessiv aufgenötigt wurden. als gegenstück zum anfangs erwähnten conquistador in ninopose ruht jetzt das jesuskind in simeons arm als synthese aus teilen des konstruktiven formenschatzes.

vortrag zur ausstellung ROGELIO GONZALEZ HARTMANN, im kunsthaus rehau / IKKP institut für konstruktive kunst und konkrete poesie, REHAU, D, am 12.7.2013.








EUGEN GOMRINGER

EL SUPERUNIVERSO DEL CUBANO ROGELIO GONZALEZ HARTMANN COMO SINTESIS ENTRE ARTE CONSTRUCTIVISTA Y VISION RELIGIOSA

la imagen característica de latinoamérica tiene sus raíces en la amalgama de numerosas culturas cuya dominante, por cierto, es la religión cristiana. aquello que para la identidad de occidente se convirtiera en algo obvio, aceptado, también para latinoamérica sigue siendo – juegue el capitalismo el papel que juegue – una realidad sobreentendida. la iglesia católica sabe muy bien con lo que cuenta en latinoamérica. y el arte, a menudo tomado y consultado como espejo de la sociedad, proporciona información a su manera. el arte latinoamericano representó a conquistadores como niños jesús en los brazos de la virgen maría (ilustración) y en el siglo xx realizó aportes fundamentales al arte moderno. el amalgama de culturas y la herencia cristiana tomada al pie de la letra nos permiten seguir esperando sorpresas.

el ejemplo de cuba debe ser observado en forma especial. su actual política unidimensional resulta holgadamente superada por su ingenio musical, que ha logrado preservar a pesar de todo las simpatías hacia la isla. el aparato revolucionario no ha conseguido extinguir a la religión cristiana. acaso como herencia que todo lo entreteje, ésta se ha afianzado más todavía. el cubano rogelio gonzalez hartmann – leamos el nombre alemán como signo de integración cultural – es un artista de una filiación intelectual con numerosos estratos. él coloca, al comienzo de su biografía y curriculum, el nombre de su madre isabel, que lo diera a luz el 29 de noviembre de 1967 en santiago de cuba. astrológicamente hablando es de sagitario, cosa que él mismo comunica a continuación. da la impresión de haberse decidido tempranamente por la pintura y el grabado.

entre 1996 y 2013 se da a conocer la obra de hartmann, en alemania y austria, a través de seis exposiciones. ya en estas primeras exposiciones hartmann presenta su programa del superuniverso, que domina su obra como expresión visible de sus fundamentos intelectuales y estéticos, y que él mismo, sin embargo, ve más tarde destinado a la extinción – antes de reaparecer definitivamente, en un último acto de creación, como obra de mensaje cristiano. la transcendencia de todos los procesos puestos en juego no sería comprensible si hartmann no estuviese dotado como artista de un lenguaje estético-formal. sobre todo en los trabajos, que en parte prefiguran la obra principal – las estructuras del superuniverso – y en parte ayudan a comprenderla, se hace reconocible un fuerte factor
ordenador. pareciera que mediante su clara expresión geométrica pudieran constituir una parte independiente en el programa de la obra, es decir que pudieran existir prescindiendo de la acumulación de colores y simbolismo. numerosas exposiciones de arte constructivista-concreto en europa, ofrecen una imagen racionalmente comparable con propuestas temáticas similares. si no supiésemos que el arte de hartmann se prolonga en una interpretación que lo profundiza todo, podría éste ser considerado como una variantecubana del arte constructivista internacional (ilustraciones/arte concreto).

en un panorama de sus exposiciones, se observan trabajos que fueron concebidos de modo tal que en todo momento hagan posible la aparición de grandes progresiones espaciales. aquí, especialmente en la serie de las construcciones lineales, hace su entrada el factor ordenador. sin embargo la linealidad no comporta un valor figurativo en sí mismo, sino que ésta hace su efecto respecto de las superficies de color inherentes. hartmann hace evidente con esto que la configuración de las superficies de color no nace de decisiones subjetivas arbitrarias. el procedimiento está prefijado por las condiciones del orden espacial propuesto y éste resulta exactamente definido mediante una estructuración basada en series numéricas o alfabéticas. números o letras se ordenan al margen correlativamente según el
cuadro del que se trate. si el marco lo dan los números del 0 al 9, de cada número 8 se proyectarán rayos hacia los otros números (ilustraciones). seis de los diez números se conectarán mediante sus rayos como segmentos del perímetro y además, a través de su conexión con los números de la fila opuesta, subdividirán toda la superficie del cuadro en cuatro zonas apaisadas. con esto el marco dado por el campo ordenador ya no es tan sólo una delimitación prefijada sino que resulta de la conexión entre los rayos del código aplicado a éste. mediante los entrecruzamientos del haz de rayos es posible determinar formas triangulares y cuadriláteros de colores que, a su vez, pueden ser puestos intencionalmente en relación recíproca.

hartmann procede en forma similar cuando el marco programático está regido por el
alfabeto. los ejemplos de la serie de composiciones lineales y superficies de color hacen patente la contundencia del espíritu de orden y disciplina que obra aquí y, en forma autorreferencial, se impone condiciones a sí mismo.

si bien la obra de hartmann en su conjunto, más allá de ciertos análisis y elaboraciones, por decirlo así autónomas, de un entrelazado lineal de superficies, presenta entre dos y tres grupos de trabajos más, el carácter de éstos es no obstante secundario y funcional,
confrontado con la creación del superuniverso que aparece en el centro de todo. cuya apertura final revelara el artista en un credo del año 2003, una teognosis personal de imponente solidez. superuniverso significa: ubicado sobre el universo. amalgama entre la naturaleza material y la espiritual, ver a dios de una forma nueva. ciertamente hartmann parte de que nadie ha visto al creador, él es espíritu, pero le concede al artista la capacidad de representarlo como núcleo cósmico que estalla, provocando así la formación del universo. antes de la coherencia última, ya insinuada, de la transición religiosa, corresponde pues esclarecer la configuración del superuniverso, y observar su omnipresencia, su variada utilidad.

en el texto de hartmann leemos al respecto: se refiere a una fuerza compacta o un individuo que concentra en sí todas las cualidades y propiedades existentes, todas las formas de expresión físicas, todas las formas, colores y dimensiones en su forma original intacta. de este modo hartmann extrae del caos, en lógica secuencia, tres formas básicas y tres colores primarios. a las forma las llama convexas, planas y cóncavas. los colores amarillo, rojo y azul. a los colores les atribuye además de sexo: sabor, sonido y olor. el amarillo, essegún esto, masculino, de sabor dulce, tono serio y olor fuerte. el azul es femenino, de sabor amargo, tono agudo y olor suave. el color rojo está reservado al pensamiento y es de sabor salado, tiene un tono medio y olor agradable. para las formas elije el tetraedro – la pirámide como lo cerrado. una configuración escalonada le aporta a ésta la cualidad de la apertura (ilustración). a las cualidades: convexo, cóncavo y plano las reproduce dibujísticamente. en el superuniverso de hartmann nos encontramos con la síntesis de todas estas formas y colores. este es el producto y el objetivo de todos sus esfuerzos.

tal como lo muestra ese abocetado apunte del génesis, el superuniverso está analíticamente configurado como si fuera recién salido de la bauhaus. puede sorprendernos que este estudio formal severamente lógico nos llegue de cuba, acostumbrados como estábamos a encontrarnos en latinoamérica con op art, arte concreto y arquitectura en sus manifestaciones más vitales. la teognosis de hartmann parte naturalmente de la base de que el objeto-superuniverso quiere ser más que un objeto de estudios material, más que una bella cúpula constructivamente convexa con una excavación cóncava en el suelo, a cuya existencia en el repertorio de las formas uno podría acostumbrarse fácilmente. el superuniverso quiere ser una mónada, una unidad, una existencia completa en sí misma que soportará incluso el big bang venidero. hartmann ve al superuniverso sin embargo sólo como un componente en un entrelazado superior, que puede sobrevivir a una de-composición religiosa. es parte de un conjunto compuesto por uncubo amarillo, una pirámide roja de cinco caras, un tetraedro azul de cuatro caras, un paralelepípedo alargado blanco, todos ellos con la base verde. hartmann les concede a ambos colores, rojo y verde, por razones visuales, tareas de confianza. el entrelazamiento religioso de todas estas partes sugiere a la ciudad santa, la nueva jerusalén descrita en la revelación de san juan, que es utilizada a través de los siglos como testimonio arquetípico
de la búsqueda constructivista del sentido. (varias ilustraciones)

el artista tiene una idea exacta de la ciudad santa y la representa desde gran altura; aquí ya no se corresponde exactamente con la interpretación constructivista del pasaje tomado de la biblia. se considera que la ciudad constituye un cuadrilátero y que su ancho es igual a su largo. hartmann la ve como un rectángulo y coloca de afuera hacia adentro, primero el muro rojo, como marco, al que a causa de su color rojo ve igualmente como cuadrado. hacia adentro le sigue, tal como en el texto bíblico, el río azul con el agua de la vida. la ciudad misma es de oro. el peñasco blanco al que está adosada la ciudad, puede ser comprendido como el trono de dios. un superuniverso decora como una perla una de las esquinas de la ciudad dorada. en uno de los grupos centrales de la obra encontramos finalmente la forma de la mónada en constelaciones independientes. su presencia es abarcadora. mediante operaciones difíciles de barruntar el artista logra a continuación el elevado entrelazamiento de las formas elementales del superuniverso con símbolos religiosos. ¿la cruz en la que se ha fijado con clavos a jesús, acaso no está compuesta de cuadrados? ¿la intersección repetida, por así decirlo, no es conocida por los planos arquitectónicos románicos? sin herir su mónada, se logra una de-composición que hace posible el repertorio de formas y derivaciones casi incontables. uno está tentado a deducirque, gracias a una imaginación constructivista, un círculo se cierra, al menos para el artista mismo. en sus anotaciones privadas hartmann apunta 86 configuraciones diferentes y sin
embargo pertenecientes a la misma familia de formas constructivistas. y se da la coincidencia de que 1986 es la fecha que corresponde a la creación del superuniverso. un círculo parece también cerrarse respecto a las culturas precolombinas que compartían probadamente las mismas unidades de medida y de culto, cuya próxima misión sin embargo demostró ser la creación de una síntesis con la misión hispano-cristiana.

hartmann ha asumido también la „tarea” de responder al mensaje cristiano mediante formas constructivistas sobre las que flota su superuniverso (varias ilustraciones) a lo largo de casi todas las escenas famosas del viejo y del nuevo testamento, incluida la última cena. su nuevo vocabulario de formas, obtenido a partir de transformaciones de-constructivas, como resultado de una gran diligencia, presenta a los protagonistas como enérgicos constructivistas, con una obsesión que no le fuera impuesta a ningún otro artista. como contracara del arriba mencionado conquistador en pose de niño, (ilustración) el niño jesús descansa en brazos de san simón, como síntesis de parte del repertorio de formas constructivistas.

traducción: dr. rike bolte


















LINIENBILD – TEXT:
DER PREIS WAR HOCH
DIE ZEIT ZU KURZ
DOCH VIELLEICHT GIBT ES DIE ZEIT EINMAL KOSTENLOS
Originalentwurf ROGELIO GONZALEZ HARTMANN , Linz, aircube-project 2008,
ausgeführt von WURM VISUALS, Linz, 2010

CATALOGUE – ROGELIO GONZALEZ HARTMANN`S 1st SOLO EXHIBITION 10-2007

fotos|galerie wuensch aircube

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