2013|04 EUGEN GOMRINGER – konkrete poesie

– ein dialog von innen nach außen
zum „schweigen“ von außen nach innen

Meine Damen und Herren,

meine Ausführungen zu Tisch und Sitzmöbel, beides Requisiten aus dem Mobiliar
der einstigen Ulmer Hochschule für Gestaltung, weltbekannt unter der Abkürzung
HFG, sowie zu einigen Gedichten im Bildformat sind ein Prolog zu den folgenden
Darstellungen der Konkreten Poesie. Ich fasse Konkrete Poesie als einen Dialog auf,
der durch Begegnung entsteht und vom Dichter mit seinem Gedicht in bestimmter
Weise gefördert wird. Begegnung ist aber gleichfalls der Anlass zur Frage Was ist
Konkrete Poesie? – Wie ist sie in meinem Fall überhaupt entstanden.

Meine Damen und Herren, der Beginn einer lyrischen Epoche ist in der Geschichte
zum Beispiel gekennzeichnet durch Namen junger Damen wie etwa Beatrice oder
Laura, das heißt durch die überraschende, unerwartete Begegnung eines jungen
Dichters mit Trägerinnen solcher Namen, und die Begegnung kann – wird berichtet –
so im Fall von Dante Alighieri auf einer Brücke über den Arno in Florenz
stattgefunden haben. Die Auswirkung war bekanntlich enorm, ließ Himmel und Hölle
auffahren und ist eben an Wirksamkeit bis heute nicht zu übertreffen. So war das in
meinem Fall nicht, wenn ich mich mit einiger Begründung an den Beginn der
Konkreten Poesie setzten darf. Meiner Begegnung fehlte allerdings auch nicht das
Moment grundtiefer Überraschung. Sie fand prosaisch durch das Schaufenster einer
Kunstgalerie an der Seefeldstraße Nummer 48 im Kreis 8 der Stadt Zürich statt. Das
Schaufenster, das noch vor kurzem zu einer Metzgerei gehörte und deren Produkte
vorzeigte – ich kam als Passant öfter an dieser Örtlichkeit vorbei – hatte eben eines
Tages das Aussehen total verändert, indem nun Bilder, also Kunstwerke durch das
Fenster betrachtet werden konnten. Die grundtiefe Überraschung bestand natürlich
nicht im Wechsel der Nutzung des Geschäftslokals, sondern im Inhalt der
ausgestellten Bilder. Es war im Herbst des Jahres 1944, also in einem Kriegsjahr,
das auch in der Schweiz wenigstens am Rande des Krieges von der jungen
Generation wahrgenommen wurde, indem sie zu allerlei Diensten verpflichtet wurde.
Ich hatte im Frühjahr desselben Jahres in Bern das Studium der Nationalökonomie
aufgenommen. Das Interesse an der Bildwelt, welcher ich bis anhin begegnet war,
bezog sich auf Klassik oder Romantik, eventuell auch auf französischen
Impressionismus. Nun waren im besagten Schaufenster Bilder zu sehen mit sehr
spärlichen Ausdrucksmitteln.

Ich wagte es, die paar Stufen hinaufzusteigen und die Galerie zu betreten. Ein
gemütlicher Mann namens Hansegger war – so stellte es sich nach kurzem Gespräch
heraus – wie das Urbild eines Galeristen gerne bereit, mir die neue Bildwelt zu
erklären. Ich musste einen so aufnahmebereiten Eindruck gemacht haben, dass er
mich kurzerhand mit der Forderung betraute: Schreiben Sie doch mal über die
Ausstellung! Es handelte sich – man kann es sich nun ja vorstellen – um Bilder der
Konkreten Kunst. Diese hatte sich im gleichen Jahr 1944 durch eine internationale
Ausstellung in der Kunsthalle Basel gut etabliert, sodass die Zürcher Galerie des
Eaux Vives sich dem neuen Trend anhängen wollte und konnte. Natürlich war ich
noch nicht in der Lage, die neue Begegnung in Worte zu fassen und mich gleich als
Kunstkritiker mit Auftrag zu betätigen. Schließlich nannte sich das Programm der
Ausstellung anspruchsvoll abstrakt-konkret. Das musste sich zuerst alles einmal in
mir auswirken, eine Inkubationszeit durchmachen. Die Werke, die ausgestellt waren,
sprachen eine neue Sprache und hatten entsprechende Bezeichnungen. Die
wichtigsten Künstler der neuen Gruppe, die sich jedoch gar nie als Gruppe
verstanden wissen wollten, waren die Initiatoren Max Bill, Richard Paul Lohse und
Camille Graeser, die den Geometriekern bildeten. Ihnen gegenüber standen bzw.
hingen die Werke von Künstlern der Abstraktion, worunter einige sehr freie surreale
Geister sich eingereiht hatten. Die Werke aber, deren Begegnung mir zu schaffen
machten, war bei Max Bill eine konstruktion und bestand aus 8 sanft gebogenen
Linien in schwarz, lila, orange und weiß von 1944/45. Von Lohse mögen es sieben
gruppen in verschiedenen dimensionen gewesen sein, bei Camille Graeser etwa eine
konstruktion wie das bekannte Bild von 1943.

Schließlich brachte die Galerie, zu deren fleißigstem Besucher ich geworden war,
auch noch eine Schriftenreihe heraus. Das Bulletin hieß abstrakt/konkret und seine
Publikation konnte ein Jahr lang mit 12 Nummern auf 11 Hefte verteilt, durchgehalten
werden. Ich hatte den entscheidenden Einfall, das Bulletin zu abonnieren, was mir die
erste feste Unterlage aller Überzeugungssätze der Konkreten Kunst sicherte. Ich
beziehe mich noch heute auf das darin mit schwacher Schreibmaschinenschrift
hektografierte Schrifttum. Es bestand aus den später immer wieder überarbeiteten
Definitionen von Max Bill, Richard Paul Lohse und dem Credo von Camille Graeser.
Ich habe gelernt, dass es ratsam ist, wenn sich das Geflecht der Definitionen einmal
sehr verzweigt hat, die Urform zu rate zu ziehen. Und da ich mich heute und zu
dieser Stunde mit meiner Motivation der Konkreten Poesie befasse, zitiere ich von
Max Bill einige der Sentenzen aus dem bulletin no.1 von 1944. Bill hatte die gut zwei
Seiten seiner Ausführungen überschrieben mit ein standpunkt:

konkrete kunst nennen wir diejenigen kunstwerke, die auf grund ihrer ureigenen mittel
und gesetzmässigkeiten, ohne äusserliche annäherung an die naturerscheinung, also
nicht durch „abstraktion“ entstanden sind.

Und weiter sagt er:

eine der verschiedenartigen ausdrucksformen der konkreten kunst ist eine
konstruktive kunst, und ihr eigentliches merkmal ist es, dass sie exaktes zu vermitteln
sucht, dass sie sich nicht damit zufrieden gibt, eine auswahl zu treffen unter den
vielen individuellen ausdrucksmöglichkeiten, sondern dass sie anstelle der
überschäumenden naturerscheinung oder anstelle von vorwiegend persönlichpsychischen
vorgängen das harmonische gesetz stellt. In diesem sinne stellt sich die
konkrete kunst aktiv zum zeitgeschehen, sie strebt nach gesetz, vorbild, ordnung und
harmonie. sie strebt nach absoluter klarheit, zur gesetzmässigkeit und damit zur
realität selbst.

Meine Damen und Herren, wir haben diese Sätze in den letzten 50 Jahren sicherlich
in mehreren revidierten Fassungen zu hören bekommen. Mit dem heutigen Rückgriff
möchte ich schließlich nur meine eigene Ausgangslage, mein Eintreten in einen
neuen Dialog mit mir selbst, in Erinnerung rufen. Es war dieses Verständnis des
Konkreten, das mich seit 1944/45 nicht mehr ruhen ließ, meine zagen lyrischen
Unternehmungen, selbst wenn ihnen schon von berufener Seite das eine und andere
Lob gespendet worden war, ganz neu aufzugreifen, zu prüfen, was ich schrieb,
schreiben wollte, was ich dachte und was ich lassen sollte. Es traf sich aber auch,
dass ich außerhalb des Rahmens meiner Vorlesungen solche bei Prof. Fritz Strich
mithörte und mich von Mallarmé, Stefan George, Arno Holz und anderen markanten
Gestalten der neuen Literatur überzeugen ließ. Ich kann diese etwas verlängerte
Grundüberraschung mit dem Neuen abschließen und mir die Frage vorlegen: Wie
entsteht ein Dialog in Gedichtform?

Ich wurde mir bewusst, dass ich irgendwo und –wie einen Neubeginn einleiten
musste. Was ich bisher geschrieben hatte, meist in Versform, entsprach der
künstlerischen Abstraktion und ihrer Reduktion von der 4. Dimension der Lebenswelt
auf die 2. Dimension der Malfläche. Die Konkrete Kunst ging umgekehrt vor. Sie
expandierte von der Dimension 0 zur 2. Dimension der Fläche. Das war das
Gegenteil der Reduktion aller abstrakten Bildwelten. Entsprechend hatte ich also das
Element Wort der Sprache als Nullpunkt anzunehmen, um es in Konstellationen zu
entfalten. Ich wollte mit dem Festhalten am Wort kommunizierbar bleiben in der
gewohnten Sprach- und Lebenswelt. Denn Konkrete Poesie ist in meinem
Verständnis der Sprachpraxis verpflichtet, der sie letztlich entstammt. Im Laufe der
wachsenden Bekanntschaft mit Dichtern in Sao Paulo, die ganz ähnliche
Experimente zur Reinigung und neuen Betrachtung der Sprache unternahmen, ergab
sich die Zielsetzung durch interkulturelle Einwirkung der gemeinsamen Konkreten
Poesie einein wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Nachkriegsgesellschaft zu
leisten. Die in jenen Jahren ebenfalls entstandene Kybernetische Theorie durch
Norbert Wiener, die ebenfalls die gesellschaftliche Kommunikation förderte,
unterstützte die Konkrete Poesie sowohl in Europa als auch in Südamerika. Wichtig
war dabei meine Bekanntschaft mit den jungen Gebrauchsgrafikern in Bern, mit
denen praktische typografische Arbeit ermöglicht wurde. Der Lyriker und die
Typografen ergänzten sich und gegenseitig lernte man voneinander. Es war ein
lebhafter Dialog, wie er unter Lyrikern sonst kaum denkbar ist.

Im Jahr 1953 wurde ich von den Grafikern Marcel Wyss und Diter Rot eingeladen, zu
dritt eine neue Zeitschrift zu gründen. Es kam zur Gründung der Zeitschrift spirale.
Nun konnte ich auch das erste Mal meine neuen Gedichte auf großer Fläche optisch
ausprobieren. Ich nannte die Zusammenstellungen der Wörter konstellationen. Die
ersten Konstellationen, die ich schon 1951 zu schreiben begonnen hatte, waren ping
pong und die Konstellation ciudad. Während die Silben ping pong mit den
bedeutsamen Vokalen i und o sich der Permutation anboten, waren die Wörter
avenidas, flores und mujeres, y und admirador zwar ebenfalls zu konstellieren, aber
sie waren semantisch einem realen Vorbild, der Rambla in Barcelona, verbunden.
Das spanische Gedicht wurde bald zu einem einfachen Rezept, wie mit wenigen
Wörtern durch Konstellieren ein neues, reines Gedicht ohne Individualistische
Sophistik zu gestalten war. Dass die Konkrete Kunst aus der Galerie des Eaux Vives
damit Nachhaltigkeit bewies, ist an diesem Grundgedicht ersichtlich. In meinem Fall
gilt, dass ohne das Vorbild der Konkreten Kunst meine Konkrete Poesie nicht so
eindeutig hätte ins Leben gerufen werden können. Andererseits war es klar, dass das
Sprachmedium ein anderes ist als das optische der Kunst. Es zeigte sich dann, dass
durch die Charakteristiken und Talente der Dichterpersönlichkeiten eine Zweiteilung
in der Schaffensrichtung entstand. Die einen waren eher Lautdichter, da hieß der
Protagonist Ernst Jandl, die andren waren die Dichter der optischen Poesie. Zur Zeit
ist es so, dass die Lautdichtung durch den Einfluss der Poetry-Slam-Bewegung
vordergründig Poesie und Lyrik stark vertritt.

Die optische Poesie ist sich ihrer langen Geschichte durchaus bewusst und hat
prächtige Zeugnisse der Vergangenheit präsent. Wir beziehen in unsere
Darstellungen zum Beispiel immer wieder die figürlichen und symbolträchtigen
Gestaltungen der Barocklyrik mit ein. Das Bezugsfeld der optischen Konkreten
Poesie ist so weit wie und wo es Schrift gibt, wo Buchstabenformen, Wortbilder ins
Auge fallen. Sie fördert und fordert die Wahrnehmung sichtbarer Formen.

1953, das Jahr der Gründung der Zeitschrift spirale, einer Zeitschrift für Grafik,
Poesie, Fotografie und Design, war auch Gründungsjahr einer Edition für Theorie und
Gestaltung. Marcel Wyss gestaltete mein erstes Buch, mit dem ich 19 Konstellationen
in deutsch, spanisch, englisch und französisch schwarz auf weißen Seiten
herausgeben konnte. Ich kann dieses moderne Buch als erstes Buch der Konkreten
Poesie bezeichnen. Ich hatte das Privileg, in der vom Krieg unversehrten Schweiz zu
leben, in der die seit 1930, dem Jahr des Manifests der Konkreten Kunst von
Doesburg, sich ausbreitende Theorie gefestigt und weiter entwickelt worden war. Die
Schweiz hatte in den ersten Nachkriegsjahren eine florierende Buch- und Druckkunst
und Typografie zu bieten. Mein Buch mit dem mehrsprachigen Titel der
Konstellationen verhalf mir zur Stellung des Sekretärs von Max Bill an der HFG. Die
Zeitschrift spirale war also keine Lyrik-Zeitschrift, sondern sie strebte zur Synthese,
zur Zusammenführung der verschiedensten Gestaltungsbereiche. Im Hintergrund war
da auch das Wissen um die Ziele des Werkbunds, der in Deutschland 1907 – später
auch in Österreich und in der Schweiz – gegründet worden war und zwar in der
einmaligen Zusammensetzung von 12 Künstlern und 12 Unternehmern. Ein Dialog,
wie er wohl seither nicht mehr durchgeführt worden ist.

Meine Damen und Herren, es ist ersichtlich geworden, dass Konkrete Poesie über
Jahrzehnte hinweg am interkulturellen Dialog arbeitete, in Brasilien noch deutlicher
und auch erfolgreicher als in Europa. Das war nur möglich, weil wir bewusst oder
unbewusst Formen, Strukturen des Gedichts entwickelten, die in oft provozierender
Weise den Leser ansprachen, ihn auch irritierten – alles, um ihn zu einer Reaktion zu
bewegen. Schon mit meinem ersten Gedicht, basierend auf ping und pong, das
originäre Gedicht der neuen Poesie, war dies gelungen. Allein der Reiz, dem
bekannten ping mit pong zu antworten, war Ursprung eines Dialogs. Sie werden auch
bei einigen Konstellationen bemerken, dass sie quasi nicht vollständig ausgeführt
sind. Es sind die Lücken oder das Fehlen zur Vollständigkeit, so zum Beispiel im Bild
von schweigen. Das Wort ist 14 mal so gesetzt, dass es eine Lücke umschließt.
Dadurch ist offensichtlich, dass das ausgelassene Wort wirklich schweigen bedeutet.
Es fordert auf, dieses Schweigen zu achten, es an sich zu bemerken und zu
befolgen. Dabei soll schweigen nicht einseitig verschweigen oder total verstummen
bedeuten. Meine Auslegung ist, dem Schweigen Raum zu gewähren, um sich im
Schweigen zu erholen, neu auszurichten. Ein andrer Fall ist mein stundenbuch. Es ist
sehr konsequent mit 24 meinem Leben entnommenen Begriffen aufgebaut. Die Zahl
24 entspricht, konkretem Verständnis entsprechend, den 24 Stunden. Diesen 24
Begriffen habe ich noch dein und mein zugeordnet – und zwar immer das dein zuerst
und dann das mein. Dieses mein ist eine Antwort auf das vorangehende dein. Es
heißt also zum Beispiel dein haus – mein haus, dein tod – mein tod, dein geist – mein
geist. In einem Kapitel werden dein und mein gleichberechtigt gesetzt: dein mein
geist, dein mein haus. Das heißt, ich lege mir selbst den Dialog vor, der zur
Nachahmung auffordert. Und noch ein Fall, das kleine Gedicht, die Konstellation der
Farben mit dem du blau, du rot, du gelb, du schwarz, du weiss, du. Das letzte du ist
ohne Auszeichnung. Es steht vor einer Lücke. Gerade hier ist der Leser sehr
versucht, eine antwort zu finden. Es könnte sein: du grau. Es kann aber auch eine
andere Eigenschaft folgen, um das Gedicht zu vervollständigen.

Ich kann das Vervollständigen jetzt am Schluss meiner Darstellung der Konkreten
Poesie als Dialog nicht in Anspruch nehmen. Es geht immer weiter, aber es mag der
Konkreten Poesie gelingen, immer wieder Kristalle in den lyrischen Strom zu streuen,
immer wieder auch den Dialog am Leben zu erhalten.

Lassen Sie mich zusammenfassen: Konkrete Poesie bezog ihren Namen von der
Konkreten Kunst und ist der Überbegriff der sich auf das Element Wort beziehenden
Experimente und einer Vielzahl von Methoden struktureller Entfaltung. Sie greift
bewusst ein in sprachliche interkulturelle Prozesse, indem sie mit Gedichten neue
Formen herstellt. Sie arbeitet an der Identität von Bewusstsein und Zeichengestalt.

Eugen Gomringer

VORTRAG zur AUSSTELLUNG vom 2.5.2013 in der galerie wuensch aircube

Zu der Bildreihe „MitSprache”

Am Anfang war das Wort. Und so stimmt es für mich noch heute. Lesen bildet nicht nur, Lesen ist ausserdem Grundnahrung für die Phantasie. Vor langer Zeit fing ich an, Buchstaben, Wörter, sogar Titel oder Zitate in meine Malerei einzubauen. Den Anstoss zu der Idee, die Schriftsteller selbst an meiner Arbeit zu beteiligen, indem sie ihre Texte handschriftlich in meine dafür vorbereiteten Bilder schrieben, gab H.C. Artmann. An einer Weihnachtsausstellung Zürcher Künstler im Kunsthaus Zürich sah er ein Bild von mir mit dem selben Titel wie sein gerade erschienenes Buch “Nachrichten aus Nord und Süd” – ein grösseres Bild mit unendlich scheinenden Zeilen und einem kleinen collagierten Porträt Artmanns auf der linken Seite. Beim Anblick des Bildes sagte er spontan zu seinem Freund und Begleiter P.K. Wehrli : “Diese Zeilen könnte ich doch mit einem Text füllen.” So war die Idee zur Bildserie “MitSprache” geboren.

Seitdem habe ich nach Autoren gesucht, die für mich auf irgendeine Weise besonders waren. Und ganz besonders ist sicher Eugen Gomringer, dem ich zum ersten Mal 2005 persönlich begegnete. Die visuelle Poesie Eugen Gomringers ist für einen Maler natürlich faszinierend, und für mich war sie eine besondere Herausforderung. Bei dem Gemeinschaftswerk “Wind” ging es um die farbliche Interpretation des Begriffes, ein Spiel mit dem Wind. Verstärkt durch die Handschrift Eugen Gomringers bildet die Farbe einen Kontrapunkt zur strengen Anordnung der Buchstaben.

H.C.JENSEN

Textübermittlung sowie freundliche Genehmigung des Autors zur Veröffentlichung mit e-mail vom 29.4.2013.

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